| Interessengemeinschaft |
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Wohnmobilbesitzer |
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Nachstehend finden "Riss-Betroffene" eine Anleitung, wie sie Risse selbst
reparieren können, wenn sie keine Gewährleistung mehr haben oder
andere Gründe einer Reparatur im Werk entgegensprechen.
Am Ende des Risses sofort den Riss aufbohren (12 - 14 mm Bohrer, schnell-laufend und extrem scharfer Bohrer, damit keine neue Ausfranzung auftritt), dann vorsichtig den Schaum der Wand zwei bis drei Millimeter aushöhlen und mit 2K-Epoidharz ausfüllen, anschleifen und lackieren. Durch das Ausbohren des Risses wird der Rissfortschritt unterbunden. Die Kunststoff-WoMos haben auch was Gutes, man kann sie leicht selbst instandsetzen. Vieleicht ist die Technik des Rissstoppens in unseren Fällen noch nicht so bekannt. Ich bin als Qualitätssicherer bei einem der größten Flugzeughersteller (AIRBUS) mit diesen Techniken vertraut, auch bei uns gibts mal Risse im Aluminium. |
Ergänzung durch einen Gutchter:
Im Rahmen der Hersteller-Sachmangelhaftung ist diese Reparaturmethode natürlich auszuschließen. Außerhalb der Sachmangelhaftung ist es eine Reparaturmethode, die als kostengünstig und meist erfolgreich einzuordnen ist. Bei sogenannten 'Haarrissen' im GFK, bei denen man davon ausgehen kann, dass das GFK nicht mit extremer Spannung beaufschlagt ist, kann man sogar auf der Fläche mit Epoxydharz nachbessern. Diese Methode war auch bei Alufraß in Alublechen schon erfolgreich. Natürlich gibt es keine Untersuchungen/Empfehlungen durch AZT oder andere Fachgremien. Wer sein Fahrzeug 'selbst' mit dieser Methode reparieren will, sollte zuvor einige Versuche mit der Verarbeitung dieses Materials vornehmen, und sich genau an die Verarbeitungshinweise halten (Vorbehandlung, Verarbeitungstemperatur usw.). |